Wann habe ich eine Zahnbehandlungs-Phobie?

Es ist ganz normal, dass viele Menschen ungern zum Zahnarzt gehen. Schließlich haben die Besuche nicht immer so harmlose Vorgänge wie Routineuntersuchung, professionelle Zahnreinigung oder vorsorgende Pflege zum Anlass. Wenn der Karies bereits mit bloßem Auge zu erkennen ist, das Zahnfleich schmerzt oder die Weisheitszähne drücken, ahnt man meist schon im voraus, dass es eine längere Sitzung werden könnte.

Zahnbehandlungsangst

Wenn vor einer angesetzen Wurzelbehandlung, oder dem Ziehen der Weisheitszähne ein gewisse Nervosität oder Angst aufkommt, so ist das ein natürlicher Abwehr-Mechanismus der menschlichen Psyche. Auch wenn man sich rational gesehen auf eine gute Narkose verlassen kann, meldet sich der Körper mit erhöhten Puls oder Schweisausbrüchen zu Wort. Dadurch versucht er, uns auf die bevorstehende Situation vorzubereiten und unsere Aufmerksamkeit auf das Ereignis zu lenken. Die meisten Menschen lernen, mit diesem Gefühl umzugehen und überwinden sich trotzdem zu einem zeitnahen Besuch. Denn der Kopf sagt, dass Warten alles nur hinauszögert und auf lange Sicht noch schlimmer macht.

Zahnbehandlungs-Phobie

Von dieser natürlichen Angst zu unterscheiden ist das in der Psychologie bekannte Phänomen einer echten Zahnbehandlungs- oder Dentalphobie. In diesem Fall ist die Angst übersteigert, z.B. weil in der Vergangenheit sehr negative Erfahrungen gemacht wurden. Die Zahnarztbesuche zögern dann häufig über Jahre hinweg hinaus. Kontinuierliche Zahnfleischentzündungen und Karies können über Jahre hinweg weit mehr Schmerzen bereiten als der zweistündige Aufenthalt beim Arzt.

Was kann ich gegen eine Zahnbehandlungs-Phobie tun?

Wenn sie eine Phobie vermuten, sollten Sie in jedem Fall offen damit umgehen und sich beraten lassen. Sprechen sie Ihrem Zahnarzt, der in seiner Laufbahn mit Sicherheit schon viele Fälle von Phobien gesehen hat, über Ihre Ängste. Sollten Sie eine ehcte Phobie haben, können Ihnen vor allem psychotherapeutische Ansätze Hilfe bieten. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.